In Deutschland werden jährlich Brustoperationen mit Implantaten vorgenommen. Teilweise begründet durch die Amputation wegen Brustkrebs oftmals jedoch aus ästhetischen Gründen.

Jeder chirurgische Eingriff bedeutet auch ein gewisses Risiko. Bei Brustimplantaten stellt aber weniger der Eingriff die Gefahr dar, sondern das verwendete Implantat. Viele Negativschlagzeilen gab es zu Silikonimplantaten.

Arten von Brustimplantaten

Die Brustimplantate unterscheiden sich durch mehrere Eigenschaften wie Form, Struktur, Größe und Material. Bei der Beratung wird der Arzt die Patientin beraten, ob für sie eher

  • Même, also mit einer runden Auflagefläche, wobei die Wölbung zentral ist
  • Opticon, die quer ovale Auflage, deren Wölbung anatomisch ist
  • Optimam, hat eine längs ovale Auflagefläche mit einer anatomischen Wölbung
  • Replicon, deren Auflagefläche rund und die Wölbung anatomisch ist, wobei sich der höchste Punkt in der unteren Hälfte befindet infrage kommt.

Für die Füllung der Implantate kommen meist Kochsalzlösungen oder Silikon in Betracht. Die sterile Kochsalzlösung war und ist die Alternative zu den Silikonfüllungen. Die Substanzen bei der Kochsalzlösung werden als gesundheitlich unbedenklich eingestuft. Falls das Implantat in der Brust durch einen Riss oder anderen Ursachen das Material verliert, kann diese Lösung ohne Probleme vom Körper absorbiert werden. Der Nachteil der Brustimplantate mit Kochsalzlösung ist darin zu sehen, dass die im Laufe der Zeit meist an Volumen verlieren.

Das Füllmaterial Silikon wurde bereits im Jahr 1962 schon in den USA verwendet. Doch der Ruf von diesem Material ist nicht als gut zu bezeichnen. Schädigungen des Körpers beim Auslaufen des Silikons sind zu befürchten. Es handelt sich um die Kapselfibrose. Tritt Silikon ins Gewebe ein, erkennt es der Körper als Fremdkörper und wird eingekapselt. Trotzdem und nicht zuletzt, wegen Vorteilen, wie der langen Haltbarkeit, der Formstabilität und des angenehmen Gefühls, entscheiden sich viele Frauen für derartige Implantate.

Implantate der neuen Generation

Forschungen konnten auch auf diesem Gebiet enorme Erfolge erzielen. Sind es doch Frauen, die schon von der Diagnose Krebs gekennzeichnet sind, welche für den Brustaufbau Implantate benötigen. Schon wieder mit dem Gedanken behaftet, wenn es platzt, es wieder zu Schädigungen führen kann, ist nicht optimal. Die Implantate der neueren Generation können diese Bedenken erheblich reduzieren.

Markant für diese Implantate ist das hoch kohäsive Silikongel. Um es vor Auslaufen zu schützen, wird es von einer Kapsel umgeben. Diese kann aus bis zu 10 Schichten bestehen. Eine 100 %-ige Garantie gibt es nicht, aber der Sicherheitsfaktor ist als sehr hoch einzustufen.

Ein weiteres verbessertes Attribut der Implantate der neuen Generation ist die Textur. Die Oberfläche der Implantate ist recht rau und auch die Porentiefe unterscheidet sich. Da sie der natürlichen Form der Brust nachempfunden wurden, kann die Modellierung natürlicher und anatomischer erfolgen.

Täuschend echt ist das Resultat der Gestaltung der Brustwarzenvorhöfe durch die unterschiedliche Konsistenz des Gels. Vor allem für Frauen mit einer Brustrekonstruktion spielt dieser optische Gesichtspunkt eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Kosten für Brustoperationen

Die Kosten für einen Brustaufbau lassen sich nicht korrekt beziffern. Sie sind von vielen Faktoren abhängig. Durchschnittlich können Preise zwischen 4.000 und 6.500 Euro angenommen werden.

Unter bestimmten Voraussetzungen werden diese von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Auf keinen Fall werden Kosten erstattet, wenn es sich um eine rein kosmetisch-ästhetische Indikation handelt. Bei bestimmten Ausnahmefällen, aber eher selten werden die Kosten übernommen, wenn eine ästhetische Indikation mit bedingt medizinischer Grundlage vorliegt. Es könnte sich um eine Erkrankung der Brust oder um Asymmetrien handeln.

Anders verhält es sich, wenn eine eindeutig medizinische Indikation vorliegt. Dies wäre eine Brustrekonstruktion nach Tumoroperation. Doch ist vor dem Brustaufbau bei der zuständigen Krankenkasse der Kostenvoranschlag einzureichen und die Entscheidung abzuwarten. Liegt der Bewilligungsbescheid vor, steht dem Eingriff mit Implantaten der neuen Generation, nichts mehr im Wege.