Die Zusammenarbeit bei der plastischen Chirurgie kommt Patienten aus vielen Bereichen zugute. An erster Stelle ist die Koordination der plastischen Chirurgie und der Tumororthopädie zu nennen. Damit sich keine Metastasen bilden können, empfehlen die Ärzte ihren Patienten oftmals, ganze Extremitäten zu entfernen. Doch bisher haben sich die Patienten vor dieser Entscheidung gescheut. Sie haben nur das aus medizinischer Sicht notwendige Gewebe resezieren lassen. Leider hat der Tumor oft schon gestreut, sodass weitere Behandlungen erforderlich wurden. Im schlimmsten Fall haben sie ihre Entscheidung mit ihrem Leben bezahlen müssen. Doch durch die Zusammenarbeit bei der plastischen Chirurgie und der Tumororthopädie ist ein großer Wandel eingetreten.

Es kann jeden treffen

An Krebs können Männer, Frauen und sogar Kinder erkranken. Nach der Diagnose beginnt für sie eine schlimme Zeit. Sie brauchen nicht nur medizinische Betreuung, sondern auch Menschen, die ihnen zur Seite stehen. Vor allem wenn Bereiche betroffen sind, welche im Sichtbereich liegen. Oft wird der Weg in die Isolation gewählt. Dabei kann die plastische Chirurgie wahre Wunder leisten. Gewebe, welches im Zuge der Tumoroperationen entfernt wird, kann durch die plastisch-rekonstruktive Chirurgie ersetzt werden. Vor allem Bereiche im Gesicht oder an der Brust führen zu großen psychologischen Problemen. Inzwischen ist die plastische Chirurgie in der Lage, nach der erfolgten Operation die betroffenen Teile so zu rekonstruieren, dass kaum noch Unterschiede zu dem Aussehen vor der Erkrankung bzw. der Operation, erkannt werden können.

Resümee

Beinahe seit 20 Jahren stellt die plastische Chirurgie ein selbstständiges Fachgebiet dar. Eine Verbesserung der Behandlung von Patienten kommt zustande, da die vielen Schnittstellen zu anderen Bereichen zu einer vollständigen interdisziplinären plastischen Chirurgie führen. Die interdisziplinäre Kooperation besteht beispielsweise zur

• Gefäßchirurgie Hier sind besonders erfolgreiche Behandlungen bei Defekten zu verzeichnen. Dieser Teilbereich der Chirurgie hat sich auf die Nachsorge und Rehabilitation des Gefäßsystems spezialisiert. Diese resultieren meist aus Verletzungen oder Fehlbildungen.

• Gynäkologie Bei der Gynäkologie sind es vor allem Behandlungen von Brustamputationen. Prozentual ein großer Anteil der interdisziplinären plastischen Chirurgie.

• Herzchirurgie bei Defekten der Thoraxwand Oftmals sind es Brustdrüsenerkrankungen, welche zu Defekten der Thoraxwand führen.

• Neurochirurgie bei Defekten im Bereich des Schädels Glücklicherweise sind Defekte, bei welchen Hirnhäute oder sogar das Hirn aus dem Schädelknochen heraustritt. Dennoch ist die interdisziplinäre plastische Chirurgie auch darauf gut vorbereitet.

• Orthopädie insbesondere der Tumororthopädie Wie der Namenskombination Tumor- (Geschwulst bzw. Krebs) und Orthopädie (Bewegungsapparat) aussagt, ist es die Diagnostik und Therapie von Tumoren, welche an Knochen, Bindegewebe, Weichteilen und Knorpel des Bewegungsapparates vorgefunden werden.

• Pädiatrie bei angeborenen Fehlbildungen insbesondere der Hand Am bekanntesten sind hier Fehlbildungen, welche die Anzahl der Finger betreffen. Bereits im Kreißsaal werden die Finger der Neugeborenen genau gezählt. Wird eine Anomalie festgestellt, kann sie ohne größeren Aufwand korrigiert werden. Doch wird dies übersehen oder sind es andere Fehlbildungen, muss die plastische Chirurgie korrigierend eingreifen.

• Unfallchirurgie insbesondere zur Rekonstruktion der unteren Extremitäten Anhand dieser Aufstellung von den interdisziplinären Kooperationen kann die Aussage getroffen werden, dass die Patienten effizient und zeitoptimiert behandelt werden können. Daher müssen perspektivisch für diese Techniken der Kooperation genügend Ressourcen bereitstehen.