Prosthetics Outreach Foundation

is now known as Mobility Outreach International.

Rekonstruktive Urologie

Im Bereich der Medizin mit den konservativen Fortschritten hat sich viel getan. Dennoch kann auf die rekonstruktive Chirurgie nicht verzichtet werden. Beide Varianten verfolgen das gleiche Ziel in der Urologie. Die Funktion der Organe zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Handelt es sich um Tumore, ist der rekonstruktive Ersatz oftmals die letzte Chance für den Patienten.

Bereiche der rekonstruktiven Urologie

Es sind 4 Gebiete, in denen die rekonstruktive Chirurgie auf dem Sektor der Urologie Anwendung findet. Es handelt sich um

• Harnleiter

• Harnblase

• Harnröhre

• Penis

Bei Schäden der Harnleiter ist es vorwiegend eine Verengung. Der Mensch verfügt über zwei Nieren und zwei Harnleiter. Diese sind für die Weiterleitung des Harns in die Blase zuständig. Von Harnleiterverengungen sind vorwiegend Männer betroffen. Begonnen wird mit der Diagnostik, um präzise zu lokalisieren, an welcher Stelle die Verengung vorliegt und behandelt werden muss. Unterschieden wird, ob es sich um eine angeborene oder eine erworbene Harnleiterverengung handelt. Für erworbene Harnleiterverengungen kommen Entzündungen, Harnleitersteine, Tuberkulose, Narbenbildungen, Erkrankungen des Darms oder Tumorerkrankungen in Betracht.

Diverse rekonstruktive Möglichkeiten stehen dem Facharzt zur Verfügung. Ist die Verengung relativ kurz, genügt es, dass der Harnleiter gedehnt wird. So eröffnet sich die Chance medizinische Instrumente, ohne einen Hautschnitt, einzuführen. Oftmals muss jedoch mittels der rekonstruktiven Chirurgie die Harnleiterverengung entfernt werden. Ersetzt wird dieser Bereich entweder durch eigenes Gewebe, anderes natürliches oder künstliches Gewebe. Die nächste Alternative bei einer Harnleiterverengung mittels rekonstruktiver Urologie ist der Einsatz von dünnen Dauerkathetern. Diese Harnleiterschienen stellen sicher, dass der Urin aus der Niere in die Blase abfließen kann. Es bietet sich noch eine Entfernung der betroffenen Stelle durch die rekonstruktive Urologie an. Dabei findet eine Kürzung des Harnleiters statt. Diese hat eine Distanz von der Blasenschleimhaut bis hin zum Blaseneingang.

Rekonstruktion der Harnblase aus körpereigenen Darmsegmenten

Liegt eine Störung der Harnblase vor, kann sich der Urologe der rekonstruktiven Chirurgie bedienen. Meist kann der Urin nicht störungsfrei von der Blase an die Nieren abgegeben werden. Mögliche Ursachen sind eine Fehlfunktion, welche angeboren ist oder ein Tumor. Therapeutisch bleibt oftmals nur eine Entfernung der Harnblase als Ausweg. Sie muss dann ersetzt werden. Durch die rekonstruktive Chirurgie eröffnet sich die Möglichkeit, die Harnblase durch körpereigene Darmsegmente zu ersetzen. Der Urologe hat die Entscheidung zu treffen, ob hierfür der Dünndarm oder der Dickdarm verwendet wird. Hauptsächlich ist es eine Frage des Alters und der Konstitution des Patienten.

Bei Funktionsstörungen der Harnröhre gibt es verschiedene Lösungsansätze

Denkbar ist auch die Verengung der Harnröhre, um auf die rekonstruktive Chirurgie zurückzugreifen. Wurde diese Diagnose gestellt, bedeutet es, dass der Urinabfluss von der Blase nach außen gestört ist, kann die Blase nicht vollständig entleert werden, es droht eine Harnwegsinfektion. Unbehandelt oder nicht rechtzeitig darauf reagiert, kann der daraus resultierende Rückstau des Urins zu irreparablen Nierenschäden führen. Diagnostiziert wird daher zunächst, wo und in welchem Umfang die Verengung der Harnröhre vorliegt. Diese zu Dehnen ist zwar die einfachste Methode, doch leider führt sie oftmals nur zu vorübergehenden Verbesserungen. Bessere Erfolge werden bei der rekonstruktiven Chirurgie bei diesem Beschwerdebild erzielt, wenn ein Stent eingesetzt wird. Dieses röhrenförmige Gittergerüst dehnt die Harnröhre.

Dadurch bleibt durch Durchlässigkeit gegeben. Leider sind auch bei dieser Methode Nachteile zu beklagen. Es kann nur ein temporärer Erfolg verbucht werden. Der Stent bedeutet für den menschlichen Körper einen Fremdkörper, daher kann es zu Harnwegsinfekten durch die Ansiedlung von Keimen kommen. Eine Alternative in der rekonstruktiven Urologie hierzu stellt die Schlitzung dar. Die betroffene Stelle der Harnröhre wird aufgeschlitzt. Ein Blasenkatheter, welcher anschließend eingesetzt wird, dient der Unterstützung. Betrifft die Verengung nur einen kurzen Bereich, wird im Bereich des Penisschafts dieser Teil entfernt. Die letzte, hier noch vorgestellte Option soll die Harnröhrenplastik sein. Sie wird in der rekonstruktiven Urologie dann eingesetzt, wenn es sich um längere Engstellen handelt.

Rekonstruktive Urologie bei einer Schädigung vom Penis

Nicht zu unterschätzen sind die Folgen einer Schädigung vom Penis. Diese kann wiederum angeboren oder erworben sein. Eine erworbene Penisverkrümmung kann die Peyronie-Erkrankung sein. Sie führt oftmals zu einem Leidensdruck, da beim Geschlechtsverkehr starke Schmerzen auftreten können. Die Anamnese wird von klinischen Untersuchungen begleitet. Ziel der rekonstruktiven Urologie ist es ein Abknicken operativ zu beseitigen. Dazu ist eine präzise Lokalisation unumgänglich.

3D-Technik ermöglicht kleinen und großen Menschen neues Leben

Es ist nicht in jedem Fall eine Frage des Alters, von Unfällen oder purem Leichtsinn, weshalb Menschen sich in ihrem Leben nicht frei entfalten und Bewegen können. Das Beispiel von einem Jungen, welcher bei der Geburt seinen Arm verloren hat. Dies ist kein Einzelfall. Die Lösung sah der Vater Ben Ryan in einer bionischen Armprothese. Fortan stellte er sich der Herausforderung, eine solche Technologie zu entwickeln. Der Entschluss stellte die Geburtsstunde des Unternehmens Ambionics dar. Forschungen sind recht teuer und verschlingen viel Geld. Dieser Herausforderung stellte sich Crowdfunding. Im 3D-Druck-Verfahren wurde die bionische Prothese produziert. Ziel ist es, dass die Träger von den Prothesen in der Lage sind sie selbst zu nutzen. Eine Erweiterung zu bisher vergleichbaren Modellen war es, dass sie die Finger benutzen können.

Datenaufbereitung

Wichtig für die Umsetzung des Planes ist es, die Daten zu erfassen, zu speichern und umzusetzen. Ryan nutzte hierfür ein Produkt aus Gaming-Bereich. Es handelt sich um den Microsoft-Xbox-360-Kinect-Scanner. Mit ihm erfolgte das Scanning des Körperteils vom Kind. Das individuelle und passgenaue Modell der Prothese konnte mit den Daten erstellt werden. Weltweit wurde von dem Distributor RS ein Test der Prothesen durchgeführt. Bei den Probanden handelt es sich um 20 Familien. Das 3D-Druckfilament wurde von RS zur Entwicklung der Prototypen der Gliedmaßenprothesen bereitgestellt. Es war ein Zufall, welcher Ben Ryan zu Hilfe eilte. RS wurde der Inhalt der TV Sendung diesbezüglich bekannt. Leider verfügte der Vater des kleinen Jungen weder über Vorkenntnisse noch über Hintergrundinformationen zur Konstruktion. Dieses Projekt von Ambionics wurde spontan von RS unterstützt.

Unterstützung

Es war Alison Hutchings, welcher Ben Ryan eine Unterstützung für den Beta-Test, welcher sich in der Phase 2018/19 befindet, Unterstützung zusagte. Der Assistant Global Category Manager 3D Print des Unternehmens RS stellte das 3D-Druckfilament zur Verfügung. Dadurch brauchte sich Ryan über die künftigen Produktionskosten, keine Gedanken mehr zu machen. Diese Unterstützung erfuhr er zusätzlich. Crowdfunding war ja bereits seit Beginn im Boot. Etliche Zehntausende Pfund waren ihr finanzieller Beitrag.

Perspektiven der 3D-Technik für kleine und große Menschen

Leider waren bisher die technischen Möglichkeiten für ein relativ unbeschwertes Leben von Babys und Kleinkindern mit Behinderungen an Extremitäten stark eingeschränkt. Die Funktionsweise der Prothesen basierte bzw. basiert bis dato auf der Sensorik. Diese kann bei den kleinen Patienten unter drei bis vier Jahren nicht angewendet werden. Man sollte es kaum glauben, aber bereits in diesem Alter spielt nicht nur die Funktionalität, sondern schon die Ästhetik eine große Rolle. Kinder können mit ihren Aussagen untereinander recht grausam sein.

Bei so viel Unterstützung geht es lange nicht mehr nur um die Behinderung des Sohnes von Ben Ryan. Die Ideologie von Ambionics ist es, möglichst vielen Kindern weltweit zu helfen. Die innovative Technik zur Herstellung von Prothesen ermöglicht es. Da diese speziellen Prothesen keine Kleinteile und Batterien benötigen, ist ihr Einsatz möglich, bis sie erwachsen sind.

Prothesen für Kinder

Leider ist es keine Frage des Alters, wann Prothesen benötigt werden. Auch für Kinder werden immer häufiger Prothesen erforderlich. Sei es, dass es eine angeborene Ursache ist oder sie erworben durch Unfälle oder sie Krankheiten verursacht haben. Die Anforderungen an die Prothesen unterscheiden sich jedoch im Vergleich zu denen für die Erwachsenen. Leider war die Notwendigkeit für Kinder Prothesen zu fertigen Verletzungen, welche auf den Krieg zurückzuführen waren. Später kam eine Krankheit mit verheerenden Folgen für die Kinder aufgrund eines Medikamentes hinzu. Die Rede ist von Contergan. Heute stehen wiederum Kriegsverletzungen an der Spitze der Ursachen. Schlimm ist es vor allem für Kinder, sich im Leben mit Prothesen zurechtzufinden.

Zuzahlung der gesetzlichen Krankenkassen

Bedingt durch das schnelle Wachstum der Kinder macht es sich häufig erforderlich, dass eine neue Prothese angepasst werden muss. Dies ist für alle Beteiligten natürlich eine Frage des Geldes. Grundsätzlich besteht ein Anspruch auf die Prothesen, da es Heilmittel sind. Die Leistungspflicht, welche im § 33 Abs. 1 SGB V festgeschrieben ist, endet allerdings mit der Abdeckung der Grundbedürfnisse. Über einen Antrag jedoch kann nicht pauschal entschieden werden. Individuell hat die Prüfung zu erfolgen. Die Sachbearbeiter der gesetzlichen Krankenkassen hat nun einen gewissen Spielraum die Entscheidung zugunsten des Kindes zu treffen.

Arten von Prothesen für Kinder

Wie schwierig teilweise diese Entscheidungen sind, soll ein kleiner Überblick zu den Arten der Prothesen zeigen. Zunächst wird zwischen den Prothesen für obere und untere Extremitäten gemacht. Es war ein langer Weg, die fehlenden Gliedmaßen einfach nur zu ersetzen bis hin zu den mikroprozessgesteuerten Armprothesen. Hier erfolgt die Einteilung in 4 Rubriken. Es sind die

• myoelektrisch gesteuerten Prothesen,

• Kraftzug gesteuerten Prothesen,

• passiven Prothesen und

• Hybrid-Prothesen.

Abgeleitet ist der Name „Myo“ vom griechischen „Myos“ für Muskel. Notwendig, um die Unterarmprothese zu steuern, sind die Kontraktionen der Bizeps und der Trizeps des Oberarms und die Flexion und Extension im Unterarmbereich. Die entstehende Spannung von den Elektroden auf der Haut, wird an die Elektronik übertragen. Somit wird der Kreislauf geschlossen, damit die Prothesen ihre Funktion erfüllen können. Vorwiegend für kraftaufwendige Aufgaben werden die kraftzuggesteuerten Prothesen eingesetzt. Sie sind robust und relativ resistent gegen Feuchtigkeit. Wahlweise stehen sie als Hand oder einer Art Haken zu Wahl. Bereits der Name der passiven Prothese lässt Rückschlüsse darauf zu, dass sie keine aktiven Funktionen ausübt bzw. unterstützt.

Sie wird in der Regel aus Silikon gefertigt und ähnelt der unversehrten Hand. Der Sinn ist zum einen im kosmetischen bzw. physiologischen Bereich zu sehen. Zum anderen ist es eine Prophylaxemaßnahme bezüglich Haltungsschäden. Bei den Hybrid-Prothesen handelt es sich um eine Kombination von myoelektrisch- und kraftzuggesteuerten Prothesen. Die Funktionalität wird mit ihnen enorm erweitert. Zu der Palette der Prothesen für Kinder für die unteren Extremitäten gehören:

• ultraleichte dynamische Unterschenkelorthesen in Carbontechnik

• dynamische Fuß/Knöchelorthesen

• dynamische und statische Quengelorthesen für Arm und Bein

• Ganz-Bein Orthesen in Carbontechnik

• etc.

Tipp

Eine ständige Nachsorge beim Arzt ist insofern wichtig, damit festgestellt werden kann, wann sich eine neue Prothese erforderlich macht. Bis die Kinder ausgewachsen sind, wird dies mehrfach passieren. Hierfür ist wieder zwingend eine Verordnung des Arztes bezüglich der medizinischen Indikation notwendig, damit die gesetzliche Krankenkasse die Kosten übernimmt.

Interdisziplinäre plastische Chirurgie

Die Zusammenarbeit bei der plastischen Chirurgie kommt Patienten aus vielen Bereichen zugute. An erster Stelle ist die Koordination der plastischen Chirurgie und der Tumororthopädie zu nennen. Damit sich keine Metastasen bilden können, empfehlen die Ärzte ihren Patienten oftmals, ganze Extremitäten zu entfernen. Doch bisher haben sich die Patienten vor dieser Entscheidung gescheut. Sie haben nur das aus medizinischer Sicht notwendige Gewebe resezieren lassen. Leider hat der Tumor oft schon gestreut, sodass weitere Behandlungen erforderlich wurden. Im schlimmsten Fall haben sie ihre Entscheidung mit ihrem Leben bezahlen müssen. Doch durch die Zusammenarbeit bei der plastischen Chirurgie und der Tumororthopädie ist ein großer Wandel eingetreten.

Es kann jeden treffen

An Krebs können Männer, Frauen und sogar Kinder erkranken. Nach der Diagnose beginnt für sie eine schlimme Zeit. Sie brauchen nicht nur medizinische Betreuung, sondern auch Menschen, die ihnen zur Seite stehen. Vor allem wenn Bereiche betroffen sind, welche im Sichtbereich liegen. Oft wird der Weg in die Isolation gewählt. Dabei kann die plastische Chirurgie wahre Wunder leisten. Gewebe, welches im Zuge der Tumoroperationen entfernt wird, kann durch die plastisch-rekonstruktive Chirurgie ersetzt werden. Vor allem Bereiche im Gesicht oder an der Brust führen zu großen psychologischen Problemen. Inzwischen ist die plastische Chirurgie in der Lage, nach der erfolgten Operation die betroffenen Teile so zu rekonstruieren, dass kaum noch Unterschiede zu dem Aussehen vor der Erkrankung bzw. der Operation, erkannt werden können.

Resümee

Beinahe seit 20 Jahren stellt die plastische Chirurgie ein selbstständiges Fachgebiet dar. Eine Verbesserung der Behandlung von Patienten kommt zustande, da die vielen Schnittstellen zu anderen Bereichen zu einer vollständigen interdisziplinären plastischen Chirurgie führen. Die interdisziplinäre Kooperation besteht beispielsweise zur

• Gefäßchirurgie Hier sind besonders erfolgreiche Behandlungen bei Defekten zu verzeichnen. Dieser Teilbereich der Chirurgie hat sich auf die Nachsorge und Rehabilitation des Gefäßsystems spezialisiert. Diese resultieren meist aus Verletzungen oder Fehlbildungen.

• Gynäkologie Bei der Gynäkologie sind es vor allem Behandlungen von Brustamputationen. Prozentual ein großer Anteil der interdisziplinären plastischen Chirurgie.

• Herzchirurgie bei Defekten der Thoraxwand Oftmals sind es Brustdrüsenerkrankungen, welche zu Defekten der Thoraxwand führen.

• Neurochirurgie bei Defekten im Bereich des Schädels Glücklicherweise sind Defekte, bei welchen Hirnhäute oder sogar das Hirn aus dem Schädelknochen heraustritt. Dennoch ist die interdisziplinäre plastische Chirurgie auch darauf gut vorbereitet.

• Orthopädie insbesondere der Tumororthopädie Wie der Namenskombination Tumor- (Geschwulst bzw. Krebs) und Orthopädie (Bewegungsapparat) aussagt, ist es die Diagnostik und Therapie von Tumoren, welche an Knochen, Bindegewebe, Weichteilen und Knorpel des Bewegungsapparates vorgefunden werden.

• Pädiatrie bei angeborenen Fehlbildungen insbesondere der Hand Am bekanntesten sind hier Fehlbildungen, welche die Anzahl der Finger betreffen. Bereits im Kreißsaal werden die Finger der Neugeborenen genau gezählt. Wird eine Anomalie festgestellt, kann sie ohne größeren Aufwand korrigiert werden. Doch wird dies übersehen oder sind es andere Fehlbildungen, muss die plastische Chirurgie korrigierend eingreifen.

• Unfallchirurgie insbesondere zur Rekonstruktion der unteren Extremitäten Anhand dieser Aufstellung von den interdisziplinären Kooperationen kann die Aussage getroffen werden, dass die Patienten effizient und zeitoptimiert behandelt werden können. Daher müssen perspektivisch für diese Techniken der Kooperation genügend Ressourcen bereitstehen.

Bionische Handprothesen – wie gut funktionieren sie?

Dass es Handprothesen schon länger gibt, ist bekannt. Doch wer hätte gedacht, dass in einer Mumie von 600 Hundert vor Christus bereits eine Prothese (großer Zeh) entdeckt wurde. Etwa 300 vor Christus soll die erste Handprothese der römische Offizier Marcus Sergius Silus getragen haben.

Doch in der Funktionalität und der Optik stehen sie in keinem Vergleich zur bionischen Handprothese.

Entwicklung der bionischen Handprothese

Konstruiert haben Schweizer Wissenschaftler die bionische Handprothese, welche in Verbindung mit dem Nervensystem steht. An die Prothese werden die sensorischen Daten vom Gehirn weitergeleitet. Es erfolgt eine Steuerung der bionischen Handprothese über Nervensignale. Die Rückmeldung vom Träger der Prothese, was er greifen möchte, wird vom Gehirn an die Prothese geleitet.

Funktionsweise

Es wird zwischen dem Gehirn und der Prothese des Patienten eine Verbindung hergestellte. Hierzu wird eine Zwei-Wege-Verbindung zum Nervensystem bewerkstelligt. Die Steuerung der bionischen Handprothese erfolgt über Nervensignale, welche vom Gehirn des Patienten kommen. Die Prothese ist mit Berührungssensoren ausgestattet, die nach Eingang des Befehls die Rückmeldung an das Gehirn geben.

Als Meilenstein auf diesem Gebiet erlangte die bionische Handprothese ihr Ansehen, da die Rückmeldung in Echtzeit erfolgt.

Versehen wurden die bionischen Handprothesen mit Sensoren deren Sitz im Handgelenk, der Handfläche und den Fingerspitzen, ist. Indem nicht nur zwei Bereiche mit Senioren ausgestattet sind, fühlt es sich für den Träger fast wie seine eigene Hand an.

Vor- und Nachteile

Zu den Vorteilen gehört das Aussehen. Ferner können alle Funktionen, die bisher von einer implantierten Hand möglich waren, ausgeführt werden. Zwei große Pluspunkte sind darin zu sehen, dass ein Abstoßungsprozess quasi ausgeschlossen ist und der Patient muss demzufolge nicht dauerhaft starke Pharmaka zu sich nehmen.

Bei den Nachteilen sind die hohen Kosten von rund 15.000 Euro pro Prothese zu nennen. Ferner können die bionischen Handprothesen nicht jedem Patienten eingesetzt werden. Ist beispielsweise das Nervengewebe zu sehr geschädigt, ist eine derartige Prothese ungeeignet. Ferner sind die psychologischen Voraussetzungen des Patienten vor einem solchen Schritt zu prüfen.

Kostenübernahme

Wie bereits erwähnt sind die Kosten mit 15.000 Euro für eine bionische Handprothese enorm hoch. Dabei wird dem Wort bionisch oft zu viel Bedeutung beigemessen. Es handelt sich um spezielle Handprothese, deren Funktion hauptsächlich von den Sensoren abhängig ist. Viele Modelle elektrischer Handprothesen sind ebenfalls recht teuer. Stellten die Patienten einen Antrag bei ihrer zuständigen gesetzlichen Krankenkasse für die Kostenübernahme für eine bionische Handprothese, mussten sie meist mit einer Absage rechnen.

Demzufolge sollten die Betroffenen, ehe sie dem Eingriff zustimmen, zunächst den Rat des behandelnden Arztes suchen und dann den Antrag bei ihrer Krankenkasse stellen.

Möglichkeiten der plastischen Chirurgie: Hauttransplantationen nach Verbrennungen

Schwerwiegend können die thermischen Schädigungen der Haut, verursacht durch Verbrühungen und Verbrennungen, sein. Da, je nach Schwergrad der Verbrennungen Narben zurückbleiben können, ist nicht nur eine Schädigung der Haut bei den Patienten zu diagnostizieren, sondern meist auch psychische Schäden. Vor allem dann, wenn die Verbrennungen im Sichtbereich wie dem Gesicht, dem Hals, dem Dekolleté und den Händen, vorliegen. Die plastische Chirurgie hält aber Behandlungsmöglichkeiten bereit, welche die Narbenbildung lindert oder fast gänzlich beheben lässt. Es handelt sich um die Hauttransplantation.

Schwergrade der Verbrennungen

Folgender Liste sind die Schwergrade, ihre Anzeichen, betroffene Hautschichten und Therapien zu entnehmen.

Schwergrad 1

  • Rötung der Haut, Schwellung und Schmerzen
  • Epithelschädigung ist oberflächlich, Zellschädigung liegt nicht vor
  • Heilung ohne konservative Maßnahmen, Kühlen gegen die Schmerzen

Schwergrad 2 A

  • Rötlich-weißliche Blasenbildung, schmerzhafte Schwellungen und Rötung, noch wegdrückbar
  • Epidermis ist geschädigt, zusätzlich von der Dermis oberflächliche Teile
  • Konsultation des Arztes zu empfehlen, heilt meist spontan, Kühlen gegen die Schmerzen

Schwergrad 2 B

  • Nicht mehr wegdrückbar ist die Rötung, sehr schmerzhaft, rötlich-weißlich Blasenbildung
  • Schädigungen der Epidermis und der Dermis, Haarfollikel und Nägel sind noch nicht betroffen
  • Begutachtung durch den Arzt erforderlich, eventuelle Einleitung chirurgischer Intervention

Schwergrad 3

  • Haut löst sich, Farbe der Hautregion grau bis Schwarz, keine Schmerzen, lederartige Hautgebiete färben sich nach der Reinigung Weiß
  • Totale Zerstörung der Epidermis, der Dermis, Verlust der Haare und der Nägel
  • Nach ärztlicher Begutachtung zwingend chirurgische Intervention angezeigt, Transplantation

Behandlungsmöglichkeiten

Operative Behandlungen werden ab der Verbrennung des Grades 2 B und 3 unumgänglich. Es sind die Hautschichten, welche für eine spontane Heilung erforderlich sind, zerstört. Wichtig ist, in der Anfangsphase sofort das verbrannte Gewebe operativ zu entfernen.

Je nach dem Umfang der Operation sind weitere Maßnahmen, wie die künstliche Beatmung und die Verabreichung von Medikamenten nötig. Vor einer Hauttransplantation müssen alle abgestorbenen Hautpartien entfernt werden. Eine Sepsis kann sonst nicht ausgeschlossen werden.

Die Wunden werden, wenn nicht zur groß, mit Eigenhauttransplantaten verschlossen. Es ist hierzu erforderlich eigene Haut als Spenderhaut zu entnehmen. Es werden dafür dünne Schichten der Haut des Patienten abgetragen. Der Heilungsprozess der Areale, wo die Hautentnahme erfolgte, dauert etwa 10 bis 14 Tage.

Alternativen zu Eigenhauttransplantaten

Unterschiedliche Gründe können dazu führen, dass eine Eigenhauttransplantation im Moment oder generell nicht möglich ist. Als Grund kommen zu geringe Entnahmemöglichkeiten in Betracht. In diesem Fall kann sich der Chirurg, in Absprache mit dem Patienten, für einen Hautersatz entscheiden.

Vorübergehende Alternativen für die Abdeckung der Wunden können,

  • Schweinehaut
  • allogene Spalthauttransplantation
  • künstlicher Hautersatz

sein.

Da es sich bei den eben genannten Alternativen um zeitlich begrenzte Wundverschlüsse handelt, steht noch die Narbenplastik zur Verfügung. Unter Narbenplastik ist ein operativer Eingriff zu verstehen, welcher die Narbe korrigiert. Dies ist aus kosmetischer Sicht, aber auch wegen der Verbesserung der Funktionsfähigkeit des betroffenen Areals, durchzuführen.

Die Narbenbildung gestaltet sich nach Ursache und dem Ort der Hautstellen unterschiedlich. So kann es sich um eingezogene Narben (atrophe Narben) oder um erhabene Narben (hypertrophen Narben) handeln. Behandelt werden die Narben durch das Unterspritzen durch den Arzt oder das Entfernen, durch Schneiden, des Narbengewebes.

Ist der Narbenverlauf jedoch ungünstig oder es kommt zu Narbenkontrakturen (Narben, welche Stränge in der Bewegung einschränken), sieht sich der Arzt gezwungen, die Verlaufsrichtung der Narbe zu verändern. Bei der Z-Plastik führt er entweder Z-Schnitte oder W-Schnitte durch. Eine weitere Variante ist, die geschädigte Haut zu dehnen. Hierzu wird ein Expander implantiert und über Wochen hinweg mit Kochsalzlösung gefüllt.

Rekonstruktion aus Eigengewebe

Bei dem Thema Rekonstruktion aus Eigengewebe wird dies sofort mit einer Brustoperation in Verbindung gebracht. Nach einer Krebsoperation ist dies die beste Alternative, den betroffenen Frauen wieder ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Doch die Rekonstruktion aus Eigengewebe können auch andere Körperteile, wie die Ohren, die Nase und dergleichen, betreffen. Oftmals sind es Krebserkrankungen, welche eine Rekonstruktion aus Eigengewebe erforderlich machen. Aber es kommen auch Behandlungen dieser Art nach Unfällen in Betracht.

Verfahren zur Rekonstruktion aus Eigengewebe

Die plastisch-rekonstruktiven Chirurgen können eine der folgenden Methoden nutzen.

DIEP-Lappen Methode (DIEP-FLAP)

Zunächst werden aus dem Unterbauch Haut- und Fettgewebe, inklusive Blutgefäßen, entnommen. Vom Schambein über den Bauchnabel wird ein Schnitt vorgenommen. Dieser hat einen Verlauf, der quer- und ovalförmig ist. Bei der amputierten Brust wird die Haut in dieser Höhe geöffnet. Die entnommenen Gewebeteile werden von dem Chirurgen in die Form einer Brust gebracht, ehe die Blutgefäße mit denen der Brust verbunden werden. Die Nähte können nun verschlossen werden.

Die Vorteile sind darin zu sehen, dass keine Schwächung der Bauchwand zu erwarten ist, da kein Muskelgewebe entnommen wurde. Zudem kann ein ansprechendes ästhetisches Resultat erwartet werden, da die Brust individuell geformt werden kann. Narben, weder am Unterbauch noch an der Brust, sind gleich offensichtlich. Ein positiver Nebeneffekt ist die mit dem Eingriff verbundene Bauchdeckenstraffung.

Latissimus dorsi Lappenplastik

Bei dieser Methode findet man meist eine Kombination von Eigengewebe und Implantat vor. Inklusive Fettgewebe wird eine Verlagerung des Musculus latissimus dorsi vorgenommen. Versetzt wird dieser vom Rücken auf den vorderen Teil des Oberkörpers. Zwingend erforderlich ist die Durchtrennung des Nervs. Wiederum kann eine optimale Form der Brust durch das dafür geeignete Fettgewebe erfolgen. Für die Durchblutung zeigt sich der Muskel hauptsächlich verantwortlich. Die Narbe am Rücken kann durch einen passen BH kaschiert werden.

Bei den Vor- und Nachteilen dieser Methode überwiegen die Nachteile. Vorteilhaft ist, dass die Blutversorgung nicht unterbrochen werden muss. Volumenverlust des Rückenmuskels, Bewegungseinschränkungen und zusätzlich benötigte Implantate gehören zu den Nachteilen.

Superior/Inferior gluteal artery perforator Lappenplastik (SGAP/IGAP-FLAP)

Alternativ, nämlich wenn weder körpereigenes Gewebe aus dem Rücken oder den Bauch in Betracht kommt, ist diese Methode. Verwendet wird das Gewebe der Haut bzw. der Unterhaut aus dem Gesäß. Bei der SGAP-FLAP-Methode sind es Gewebelappen aus dem oberen Teil und bei den IGAP-FLAP-Varianten aus dem unteren Teil des Gesäßes.

Vorteile sind darin zu sehen, dass die Narbe in der Brustfalte liegt und das Eigengewebe sich gut formen lässt.

Fasciocutaner infragluteal Lappen (FCI-FLAP)

Das Haut- und Fettgewebe, welches aus der Gefäßfalte entnommen wird, ist nur ausreichend zur Modellierung kleinerer und mittlerer Brüste geeignet. Eine Desensibilisierung der Rückseite der Oberschenkel ist nicht auszuschließen.

TUP oder TMG Lappenplastik (TUG- oder TMG-FLAP)

Diese Methode ist vergleichbar mit den bereits beschriebenen Eingriffen wie bei DIEP-FLAP bzw. SGAP-FLAP und IGAP-FLAP.

Profunda Artery Perforator Lappen (PAP-FLAP)

Aus der Innenseite des Oberschenkels werden Haut- und Fettgewebe, aber kein Muskelgewebe, entnommen. Dadurch ist die Narbenbildung gering. Es kann Liposuktion erforderlich werden.

TRAM-Lappenplastik (TRAM-FLAP)

Da die gestielte TRAM-Lappenplastik (TRAM-FLAP) wegen der vielen Nachteile in der Praxis kaum angewandt wird, sollte sie nur erwähnt werden.

Eigengewebe Vorteile gegenüber Implantaten

  • Operationszeit sehr kurz
  • Operation relativ einfach
  • Schmerzen nach dem Eingriff geringer als bei Eigengewebe
  • Narben in anderen Körperregionen entstehen nicht
  • Wundheilungszeit ist kürzer

Lediglich die Gewöhnungszeit ist etwas länger. Eventuelle Verhärtungen des umliegenden Bindegewebes sind nicht auszuschließen. Problemtisch kann sich eine Strahlentherapie gestalten.
Trotz vieler Bedenken werden Implantate, vor allem zum Brustaufbau, von Chirurgen als relativ sicher bezeichnet.

Rekonstruktive Chirurgie im Gesichts-, Kopf- und Halsbereich

Ein Härtefall stellt die Betroffenen eine Fehl- oder Missbildung im Gesichts-, Kopf- und Halsbereich. Diese lassen sich durch Kleidung nicht kaschieren. Die Psyche der Patienten ist teilweise so geschädigt, dass sie suizidgefährdet sind. Da stellen die den Ärzten zur Verfügung stehenden rekonstruktiven Operationen ein hervorragendes Instrument dar, dem entgegenzuwirken.

Einsatzgebiete der mikrovaskulären Chirurgie

Auf dem medizinischen Sektor ist meist gültig, dass eine schnelle Korrektur für die Psyche und auch den Erfolg, ratsam ist. Vor allem jüngere Menschen haben oft Integrationsschwierigkeiten. Sie werden vom Umfeld aufgrund ihrer Optik als Außenseiter behandelt.

Die mikrovaskuläre Chirurgie bietet sich für folgende Bereiche an:

  • Krebserkrankungen
  • Unfälle
  • angeborene Fehlbildungen

Diagnosen für angeborene Fehlbildungen könnten wie folgt lauten:

  • Blutschwämme
  • Wucherungen des Lymphsystems
  • Muttermale
  • Funktionsstörungen an den Augenlidern
  • Fehlbildungen, wie die Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalte

Eine starke Beeinträchtigung stellt die Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalte dar.

Ein häufiger Eingriff ist dabei das Schließen einer Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten. Diese angeborene Fehlbildung bringt viele Hindernisse mit sich. Sie kann sich auf die Sprache und auch das Hörvermögen auswirken. Die Kiefer- und Zahnentwicklung kann negativ beeinflusst werden. Nicht zuletzt ist es eine Frage der Ästhetik, worunter die Betroffenen leiden.
Selten, aber nicht unerwähnt soll ein Apert-Crouzon-Syndrom oder Kleeblatt-Schädel bleiben. Es ist eine extrem schwere Deformierung des Schädels. Mit den innovativen Operationstechniken kann auch diese therapiert werden.

Operationstechniken

Neben der mikrovaskulären Lappenchirurgie hat der Chirurg, entsprechend des Krankheitsbildes des Patienten, zu entscheiden, ob doch die lokale Lappenplastik oder die Expandertechnik anzuwenden ist.

Die mikrovaskuläre Lappenchirurgie ist prädestiniert, wenn ausgedehnte Weichteildefekte und Knochendefekte zu behandeln sind. Rekonstruiert werden diese durch mikrochirurgischen Lappen.

Verpflanzt und mit den versorgenden Gefäßen werden bei dieser Technik entweder Weichgewebstranplantate, Hartgewebstransplantate oder es kann auch eine Kombination beider Transplantatarten sein. In der Praxis bedeutet es, dass die Gefäße im näheren Umfeld mit dem Defekt verbunden. Da dieses mit dem bloßen Auge gar nicht möglich wäre, ist das OP-Mikroskop für diesen Eingriff unerlässlich. Durch diese Methode haben die Gewebeteile, welche verpflanzt wurde, die beste Chance einzuheilen.

Resümee

Die mikrovaskuläre Chirurgie ist eine der wichtigsten Rekonstruktionsformen, wenn es sich um eine vollständige Transplantateinheilung handelt. Die Erfolgsrate liegt derzeit bei mehr als 90 %. Die mikrovaskuläre Chirurgie gehört zu den Kernaufgaben der rekonstruktiven Chirurgie im Gesichts-, Kopf- und Halsbereich. Bei der Tumorchirurgie konnte bisher für die Einheilung von mikrovaskulären, anastomosierten Transplantaten auf eine Wiederherstellung auf prozentual zwischen 90 und 95 verwiesen werden. Hervorragende Ergebnisse sind auch bei der Behebung von angeborenen Missbildungen zu verzeichnen. Ganz klar kann festgehalten werden, dass sich die Lebensqualität der Patienten nach den Operationen erheblich verbessert hat.

Moderne Lösungen: Autofahren mit Behinderung

Menschen mit Behinderungen werden in ihren Lebensbereichen teilweise stark einschränkt. Im eigenen zu Hause wird dem entgegengewirkt, indem ihnen eine Barrierefreiheit durch den Umbau ermöglicht wird. Die Einschränkungen in ihrer Mobilität empfinden die Betroffenen besonders schlimm. Dank der innovativen Technik jedoch ist vieles einfacher geworden. Unter bestimmten Voraussetzungen können Menschen, die körperlich behindert sind, sogar aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Für derartige Handicaps können Umbauten an Fahrzeugen vorgenommen werden. Der Gesetzgeber hat genau definiert, was dabei zu beachten ist. Mit der Elektronik können Bremsen, Lenkung und andere Funktionen gesteuert werden.

Fahrassistenzsystem (FAS)

Schon länger entwickelt wurden die Fahrassistenzsysteme in Form von,

  • Bremsassistenten
  • Notbremsassistenten
  • Spurwechselassistenten
  • Einparkhilfe

Der körperlich behinderte Autofahrer führt ein Kraftfahrzeug mit einem Computersystem. Gekoppelt sind Ein- und Ausgabegeräte.

Funktionsweise und Ziele

In der verbauten Hardware ist die entsprechende Software integriert. Es wird daran gearbeitet, dass bei dem Fahrassistenzsystem Anzeigen und Sensorik über Smartphones und Datenbrillen funktionieren. Ganz klar im Fokus steht, die maximale Sicherheit beim Fahren zu erreichen. Doch die Nutzer sollen auch auf einen gewissen Komfort nicht verzichten. Ferner Arbeiten die Ingenieure auch an der Effizienz dieser Fahrzeuge.

Verschieden werden die Fahrassistenzsysteme angeboten. So hat beispielsweise der Fahrer die Option, die manuelle Steuerung wieder zu übernehmen, indem er das System temporär deaktiviert. Einige Systeme übernehmen neu zugewiesene Befehle und löschen die bis dahin festgelegten Aufträge.

Beispiele angewandter Fahrassistenzsysteme

  • ABS (Antiblockiersystem)
  • ESP (elektronisches Stabilitätsprogramm)
  • Lichtautomatik
  • Automatik für Scheibenwischer
  • Erkennung von Verkehrszeichen
  • elektrische Feststellbremse
  • Assistent für den Stau
  • Spurwechselassistent
  • Abstandswarner
  • Reifendruckkontrollsystem
  • etc.

Erlaubnis zum Autofahren mit Handicap

Da das Führen der Fahrzeuge sich anders gestaltet als gewohnt, gibt es auch andere Vorkehrungen, die zu treffen sind. Dazu gehört die Fahrerlaubnis aufgrund körperlicher Einschränkungen. Die Führerscheinbehörde ist die erste Anlaufstelle. Dort wird die Entscheidung getroffen, ob ein medizinisches Gutachten in Auftrag gegeben werden muss. Ist dies der Fall, ist entweder der Amtsarzt oder ein Facharzt berechtigt, ein Gutachten auszustellen. Nicht in jedem Fall, sondern meist bei Patienten nach einem Schlaganfall, kann auch ein medizinisch-psychologisches Gutachten gefordert werden.

Günstig ist es, wenn Betroffene eine spezialisierte Fahrschule für die Führerscheinausbildung besuchen. In der Regel verfügen sie auch über bereits umgebaute Fahrzeuge. Daher können die Fahrschüler mit Handicap, sich ihre Praxis darin aneignen können. Welche Fahrschulen dafür in Betracht kommen, kann bei der Bundesvereinigung der Fahrverbände ermittelt werden.

Verfügt der Betroffene bereits über einen gültigen Führerschein, können am künftig zu nutzenden Fahrzeug die Umbauten vorgenommen werden. Ein technischer Sachverständiger wird diese prüfen und abnehmen. Sie müssen im Fahrzeugbrief eingetragen werden. Nicht zwingend vorgeschrieben ist, dies der Führerscheinbehörde zu melden, sodass auch das Gutachten entfallen würde.

Für die gesamten Angaben gibt es keine Klassenbeschränkung. So ist das Führen von einem Lkw oder von Krafträdern auch nicht ausgeschlossen.

Bezuschussung bzw. Versicherung

Teilweise werden die Kosten, die durch den Umbau am Fahrzeug entstehen, von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Doch der Antrag ist gemeinsam mit dem Gutachten vor dem Umbau einzureichen. Wurde der Antrag genehmigt, kann mit dem Umbau begonnen werden.

Ein Gutachten ist in jedem Fall ratsam. Ereignet sich ein Unfall, an dem der behinderte Mensch nicht schuld ist, wird ihm ohne das Gutachten auf jedem Fall eine Teilschuld zugewiesen.

Neue Generation von Brustimplantaten für mehr Sicherheit

In Deutschland werden jährlich Brustoperationen mit Implantaten vorgenommen. Teilweise begründet durch die Amputation wegen Brustkrebs oftmals jedoch aus ästhetischen Gründen.

Jeder chirurgische Eingriff bedeutet auch ein gewisses Risiko. Bei Brustimplantaten stellt aber weniger der Eingriff die Gefahr dar, sondern das verwendete Implantat. Viele Negativschlagzeilen gab es zu Silikonimplantaten.

Arten von Brustimplantaten

Die Brustimplantate unterscheiden sich durch mehrere Eigenschaften wie Form, Struktur, Größe und Material. Bei der Beratung wird der Arzt die Patientin beraten, ob für sie eher

  • Même, also mit einer runden Auflagefläche, wobei die Wölbung zentral ist
  • Opticon, die quer ovale Auflage, deren Wölbung anatomisch ist
  • Optimam, hat eine längs ovale Auflagefläche mit einer anatomischen Wölbung
  • Replicon, deren Auflagefläche rund und die Wölbung anatomisch ist, wobei sich der höchste Punkt in der unteren Hälfte befindet infrage kommt.

Für die Füllung der Implantate kommen meist Kochsalzlösungen oder Silikon in Betracht. Die sterile Kochsalzlösung war und ist die Alternative zu den Silikonfüllungen. Die Substanzen bei der Kochsalzlösung werden als gesundheitlich unbedenklich eingestuft. Falls das Implantat in der Brust durch einen Riss oder anderen Ursachen das Material verliert, kann diese Lösung ohne Probleme vom Körper absorbiert werden. Der Nachteil der Brustimplantate mit Kochsalzlösung ist darin zu sehen, dass die im Laufe der Zeit meist an Volumen verlieren.

Das Füllmaterial Silikon wurde bereits im Jahr 1962 schon in den USA verwendet. Doch der Ruf von diesem Material ist nicht als gut zu bezeichnen. Schädigungen des Körpers beim Auslaufen des Silikons sind zu befürchten. Es handelt sich um die Kapselfibrose. Tritt Silikon ins Gewebe ein, erkennt es der Körper als Fremdkörper und wird eingekapselt. Trotzdem und nicht zuletzt, wegen Vorteilen, wie der langen Haltbarkeit, der Formstabilität und des angenehmen Gefühls, entscheiden sich viele Frauen für derartige Implantate.

Implantate der neuen Generation

Forschungen konnten auch auf diesem Gebiet enorme Erfolge erzielen. Sind es doch Frauen, die schon von der Diagnose Krebs gekennzeichnet sind, welche für den Brustaufbau Implantate benötigen. Schon wieder mit dem Gedanken behaftet, wenn es platzt, es wieder zu Schädigungen führen kann, ist nicht optimal. Die Implantate der neueren Generation können diese Bedenken erheblich reduzieren.

Markant für diese Implantate ist das hoch kohäsive Silikongel. Um es vor Auslaufen zu schützen, wird es von einer Kapsel umgeben. Diese kann aus bis zu 10 Schichten bestehen. Eine 100 %-ige Garantie gibt es nicht, aber der Sicherheitsfaktor ist als sehr hoch einzustufen.

Ein weiteres verbessertes Attribut der Implantate der neuen Generation ist die Textur. Die Oberfläche der Implantate ist recht rau und auch die Porentiefe unterscheidet sich. Da sie der natürlichen Form der Brust nachempfunden wurden, kann die Modellierung natürlicher und anatomischer erfolgen.

Täuschend echt ist das Resultat der Gestaltung der Brustwarzenvorhöfe durch die unterschiedliche Konsistenz des Gels. Vor allem für Frauen mit einer Brustrekonstruktion spielt dieser optische Gesichtspunkt eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Kosten für Brustoperationen

Die Kosten für einen Brustaufbau lassen sich nicht korrekt beziffern. Sie sind von vielen Faktoren abhängig. Durchschnittlich können Preise zwischen 4.000 und 6.500 Euro angenommen werden.

Unter bestimmten Voraussetzungen werden diese von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Auf keinen Fall werden Kosten erstattet, wenn es sich um eine rein kosmetisch-ästhetische Indikation handelt. Bei bestimmten Ausnahmefällen, aber eher selten werden die Kosten übernommen, wenn eine ästhetische Indikation mit bedingt medizinischer Grundlage vorliegt. Es könnte sich um eine Erkrankung der Brust oder um Asymmetrien handeln.

Anders verhält es sich, wenn eine eindeutig medizinische Indikation vorliegt. Dies wäre eine Brustrekonstruktion nach Tumoroperation. Doch ist vor dem Brustaufbau bei der zuständigen Krankenkasse der Kostenvoranschlag einzureichen und die Entscheidung abzuwarten. Liegt der Bewilligungsbescheid vor, steht dem Eingriff mit Implantaten der neuen Generation, nichts mehr im Wege.